Steuerspartipps für alle Steuerpflichtigen

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Steuerspartipps für alle Steuerpflichtigen

Wer 2026 Steuern sparen und seine private Steuerlast optimieren möchte, sollte wichtige steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten rechtzeitig nutzen. Von der Vorsorge bei Erbschaften und Schenkungen über steuerlich absetzbare Spenden und Sonderausgaben bis hin zum Familienbonus Plus, Kindermehrbetrag und außergewöhnlichen Belastungen – zahlreiche Maßnahmen können helfen, die Steuerbelastung zu reduzieren.

Dieser Artikel zeigt die wichtigsten Steuerspartipps für alle Steuerpflichtigen 2026 und erklärt, wie Sie Arztkosten, Pflegekosten und andere Ausgaben steuerlich geltend machen können. Zusätzlich erfahren Sie, welche voraussichtlichen Sozialversicherungswerte 2027 für Ihre Planung relevant sind.

Weitere Steuerspartipps 2026: 

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Inhaltsverzeichnis

Vorsorge gegen eine künftige Erbschafts- und Schenkungssteuer

Unklar ist infolge der Budgetkrise derzeit, ob und wie rasch die Erbschafts- und Schenkungssteuer in Österreich doch wieder eingeführt wird. Wenn Sie sich absichern wollen, übergeben Sie Ihr Vermögen teilweise oder gänzlich bereits heuer.

TPA Tipp

Beachten Sie die mit der Übergabe verbundenen Folgen und planen Sie die Auswirkungen auf die Steuerbelastung – insbesondere im Bereich der ESt, KESt, USt und GrESt – und Sozialversicherung genau mit Ihrem Steuerberater, um Steuerfallen zu vermeiden. Auch Steuerfolgen im Ausland können relevant sein.

Für die optimale Unternehmensnachfolge können Sie auf unserer Website wichtige Hinweise erhalten.

TPA Tipp

Bei einem Fruchtgenussvorbehalt fließen Ihnen weiterhin Einnahmen zu. Deren Besteuerung kann je nach Ausgestaltung des Vorbehalts sehr stark variieren.

Unternehmens-
nachfolge &
Gründungsberatung

Unternehmensnachfolge bei KMU: Was ist steuerlich zu beachten?

9  

Min. Lesedauer

Unternehmensnachfolge bei KMU: Was ist steuerlich zu beachten?

Aktuell stehen nach Medienberichten in Österreich rund 50.000 Klein- und Mittelbetriebe bis 2029 vor der Unternehmensnachfolge. Die von manchen Politikern an...

TPA Tipp

Besprechen Sie auch die familienrechtlichen und erbrechtlichen Aspekte einer Übergabe mit Ihrem Rechtsberater (Rechtsanwalt oder Notar).

Verlustbeteiligungsmodelle und Steuer sparen

Auf dem Kapitalmarkt werden diverse Verlustbeteiligungsmodelle zur Steuerreduktion angeboten. Handelt es sich dabei um gewerbliche Beteiligungen mit beschränkter Haftung als Kommanditist oder atypisch stiller Gesellschafter, ist die steuerliche Verlustzuweisung auf 100 % der tatsächlich geleisteten Einlage beschränkt. Bei einer 50%igen Progression bekommen Sie daher höchstens die Hälfte vom Finanzamt zurück, selbst wenn die Finanz das Modell anerkennt. Infolge des Unternehmerrisikos ist ein tatsächlicher Verlust der ganzen Einlage möglich.

TPA Tipp

Immobilien-Projekte wie bspw. „Bauherrenmodelle“ und „Vorsorge-Wohnungen“ bringen zwar oft nicht so hohe steuerlichen Verluste, bieten aber häufig eine höhere „Sicherheit“.

Spenden als Sonderausgabe absetzbar

Spenden an auf der BMF-Liste aufscheinende Empfänger können bis zu 10 % des betrieblichen Gewinnes oder Einkommens steuerlich abgesetzt werden.

TPA Tipp

Prüfen Sie Anfang kommenden Jahres 2027, ob alle Spendenorganisationen Ihre Spenden des Jahres 2026 gemeldet haben. Wenn nicht, geben Sie den Organisationen Ihren vollständigen Namen (laut Meldezettel) und das Geburtsdatum bekannt, sodass die Spenden unkompliziert nachgemeldet werden können. Bei laufenden Spenden tragen Sie Ihr Geburtsdatum unter Zahlungsvermerk ein.

Spenden bei Katastrophen

Betriebe können geleistete Geld- und Sachspenden im Zusammenhang mit der Hilfestellung in Katastrophenfällen ohne Begrenzung steuerlich absetzen, sofern die Zuwendungen der Werbung dienen. Die Werbewirkung ist zB dann gegeben, wenn in regionalen oder überregionalen Medien oder auf der Firmenhomepage über Spenden an Betroffene der (Hochwasser-)Katastrophe berichtet wird.

TPA Tipp

Für spätere Abgabenprüfungen ist eine entsprechende Dokumentation erforderlich!

Private und Betriebe können Spenden an spendenbegünstigte Organisationen bis zu 10% des Gesamtbetrages der Einkünfte bzw des steuerlichen Gewinnes des jeweiligen Jahres vor Abzug des Gewinnfreibetrages steuerlich absetzen.

Nachkauf von Versicherungszeiten

Beträge für den Nachkauf von Versicherungszeiten (Schul-/Studienzeiten) sowie Beiträge für eine freiwillige Weiterversicherung in der gesetzlichen Pensionsversicherung sind Sonderausgaben.

TPA Tipp

Lassen Sie sich beraten, ob und wie sich ein Nachkauf rechnet. Die Beträge sind voll absetzbar und kosten daher bei entsprechendem Einkommen durch die Steuerersparnis nur die Hälfte. Dies gilt auch, wenn Sie die Zeiten für Ihren (Ehe-)Partner nachkaufen.

Kirchenbeiträge

Kirchenbeiträge sind im Jahr 2026 bis EUR 600 p.a. als Sonderausgabe voll absetzbar, maßgeblich ist der Zahlungszeitpunkt. Spenden an kirchliche Organisationen sind idR nicht absetzbar, außer sie stehen ausnahmsweise auf der BMF-Liste.

TPA Tipp

Bei einem gemeinsamen Konto werden die Einzahlungen von der Kirchenbeitragsstelle in einem bestimmten Verhältnis den beiden Ehegatten zugeordnet und getrennt für die Ehepartner ans Finanzamt gemeldet.

Renten und Steuerberatungskosten

Bestimmte Renten (beispielsweise Kaufpreisrenten nach Ablauf bestimmter Fristen, Rentenlegate etc.) können weiterhin ohne betragliche Begrenzung als Sonderausgaben abgesetzt werden.

TPA Tipp

Gleiches gilt grundsätzlich für Steuerberatungskosten.

Familienbonus

Der Familienbonus Plus beträgt im Jahr 2026 pro Kind EUR 2.000 jährlich (EUR 166,68 monatlich). Für Kinder über 18 Jahren beträgt der Familienbonus Plus im Jahr 2026 pro Kind EUR 700 jährlich (EUR 58,34 monatlich). Der Absetzbetrag verringert tatsächlich die Steuer, ist jedoch nicht negativsteuerfähig. Voraussetzung ist der Bezug der Familienbeihilfe.

TPA Tipp

Unternehmer müssen den Familienbonus im Rahmen der Einkommensteuererklärung beantragen. Arbeitnehmer kommen zum Familienbonus über die Lohnverrechnung (eine entsprechende Erklärung ist dem Arbeitgeber vorzulegen), er kann auch erst im Rahmen der (Arbeitnehmer-)Veranlagung beansprucht werden.

TPA Tipp

Der Antrag auf Familienbonus plus kann auch zurückgezogen werden. Das macht Sinn, wenn Sie heuer zu wenig Einkünfte beziehen, um den Familienbonus plus stattdessen beim anderen Elternteil geltend zu machen oder den Kindermehrbetrag zu beanspruchen.

TPA Tipp

Optimieren Sie die Steuerwirkung des Familienbonus plus mit Ihrem (Ehe-)Partner, indem Sie eventuell eine geteilte Geltendmachung wählen.

Ab dem Jahr 2027 gibt es nur mehr in Ausnahmefällen die Möglichkeit der 100%igen Zuordnung an nur einen Elternteil.  

Kindermehrbetrag

Der Kindermehrbetrag, der allen Erwerbstätigen auch als Negativsteuer ausgezahlt werden kann, beträgt im Jahr 2026 EUR 700 pro Kind.

TPA Tipp

Er steht jenen Eltern zu, die keine Steuer zahlen, aber Anspruch auf den Familienbonus hätten. Werden aber mehr als 330 Tage Arbeitslosenentgelt, Notstandshilfe etc. bezogen, steht der Kindermehrbetrag nicht zu.

Hochwasser – Außergewöhnliche Belastungen

Private Aufwendungen/Ausgaben zur Beseitigung von Hochwasser-, Erdrutsch-, Vermurungs-, Lawinenkatastrophen und Sturmschäden sowie Schäden durch Flächenbrand, Strahleneinwirkung, Erdbeben, Felssturz oder Steinschlag können als außergewöhnliche Belastung bei der jährlichen Steuererklärung geltend gemacht werden – egal, ob Arbeitnehmerveranlagung oder Einkommensteuererklärung. Diese Kosten können aber grundsätzlich nur vom Eigentümer der betroffenen Gegenstände oder unter Umständen auch durch eine unterhaltsverpflichtete Person steuerlich abgesetzt werden.

TPA Tipp

Heben Sie entsprechende Rechnungen und die Bestätigung der Gemeinde über Hochwasser-, Sturm- oder Hagelschäden u.Ä. für die nächste Steuererklärung gut auf.

Durch hohe außergewöhnliche Belastungen kann steuerlich kein Verlust entstehen. Daher kann es zweckmäßig sein, im Jahr der außergewöhnlichen Belastung Einkünfte aus dem Folgejahr vorzuziehen, die Bezahlung (teilweise) ins nächste Jahr zu verschieben oder für Kapitaleinkünfte einen Regelbesteuerungsantrag zu stellen.

Österreich

Hochwasser- und Sturmschäden: Was Sie für die Steuer privat und betrieblich beachten sollten!

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Min. Lesedauer

Hochwasser- und Sturmschäden: Was Sie für die Steuer privat und betrieblich beachten sollten!

Unwetter und Naturkatastrophen haben dramatische Folgen – auch finanziell. Betroffene können aber den Schaden mindern, indem sie die notwendigen Mehrausgaben...

Pflegekosten und Arztrechnungen

Außergewöhnliche Belastungen können nur im Jahr der Zahlung berücksichtigt werden und wirken sich idR nur insoweit aus, als der nicht abzugsfähige Sockelbetrag überschritten wird.

TPA Tipp

Vor allem hohe Arztrechnungen (zB Zahnarzt) sollten nicht in Raten auf mehrere Jahre verteilt bezahlt werden, da jedes Jahr der Sockelbetrag zu berücksichtigen ist. Wenn möglich, sollten hohe Rechnungen in einem Jahr bezahlt werden.

In diesem Jahr sollten insb. auch alle anderen Arzt- und Apothekenrechnungen gesammelt werden, denn jeder Euro, der den Sockelbetrag überschreitet, wirkt sich steuermindernd aus.

TPA Tipp

Wenn Sie kein steuerpflichtiges oder ein geringeres Einkommen als Ihr (Ehe-)Partner haben, so sollte dieser Ihre Arztrechnungen und Ihren Kirchenbeitrag zahlen, damit kann mit einer Steuererklärung Ihres (Ehe-)Partners unter Umständen ein höherer Steuerspareffekt erzielt werden.

Voraussichtliche SV-Werte 2027

Alle, die mit den neuen Werten schon für das nächste Jahr planen wollen, finden hier die wichtigsten, voraussichtlichen Werte für das Jahr 2027 (Hinweis: Die Geringfügigkeitsgrenze wird für das Jahr 2027 gesetzlich wieder nicht aufgewertet, sondern bleibt unverändert auf dem Niveau von 2025): 

Geringfügigkeitsgrenze pro Monat

 EUR 551,10

Dienstgeberabgabe –  Grenzwert für Pauschbetrag

 EUR 826,65

Höchstbeitragsgrundlage ASVG – HBGL pro Tag

 EUR 247,00

HBGL ASVG
pro Monat

 EUR 7.410,00

HBGL für freie Dienstnehmer (DN) ohne SZ p.M.

 EUR 8.645,00

HBGL für Sonder-zahlungen für echte und freie DN

 EUR 14.820,00

HBGL GSVG p.M.

 EUR 8.645,00

Versicherungsgrenze für Neue Selbständige p.a.

 EUR 6.613,20

Mindest-BGL GSVG-Kranken-V 

p.M. EUR 551,10
p.a. EUR 6.613,20

ASVG-Beitragssätze für Arbeiter und
Angestellte regulär für Wien )*

 DN-Anteil 18,32 %
DG-Anteil 21,23 %

ASVG-Beitragssätze für Arbeiter und
Angestellte regulär für andere Bundesländer)*

 DN-Anteil 18,07 %
DG-Anteil 20,98 %

)* Ab 2027 wird die Arbeitslosenversicherungs-Begünstigung schrittweise abgeschafft. Deshalb sind künftig sowohl der Beginn des Dienstverhältnisses als auch die Höhe des Einkommens für die korrekte Beitragsberechnung entscheidend. Darüberhinaus kann es sein, dass die DG-Beiträge sinken, wenn der Dienstnehmer das gesetzliche Pensionsalter erreicht.

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