Restrukturierung Consulting

Restrukturierung Consulting

Wenn die Ertragslage kippt, Liquidität knapp wird oder Finanzierungsauflagen drücken, braucht es einen fundierten Restrukturierungsplan sowie eine konsequente Umsetzung. TPA begleitet seit vielen Jahren Unternehmen in allen Geschäftsfeldern bei der Restrukturierung, Umstrukturierung und finanzieller Restrukturierung – von der Analyse bis zum konsequenten Maßnahmen-Tracking.

Eine Restrukturierung zielt auf die wirtschaftliche Stabilisierung ab: Liquidität, Ertragskraft, Finanzierung und operative Leistungsfähigkeit sollen langfristig wieder hergestellt werden.

Eine Umstrukturierung bezeichnet die strukturelle Neuordnung von Geschäfts- bzw. Unternehmensbereichen. Stichworte sind: Optimierung der Aufbau- und Ablauforganisation.

In der Praxis greifen beide Themen ineinander: Eine finanzielle Restrukturierung funktioniert nie ohne operative Maßnahmen und macht meist auch eine Umstellung von Prozessen notwendig.

Unsere Leistungen im Restrukturierungs-Consulting

TPA unterstützt bei Restrukturierung des Unternehmens entlang der zentralen Handlungsfelder – je nach Situation als punktuelle Expertise oder als durchgängige Begleitung. Zur besseren Übersicht haben wir unsere Leistungen aufgegliedert. Jede Restrukturierung ist individuell und benötigt zumeist ein Zusammenspiel unterschiedlicher Punkte:

Ziel: Liquidität sichern, Finanzierungen stabilisieren, Transparenz für Unternehmen und Kapitalgeber schaffen.

  • Erstellung eines Liquiditätsplanes für die nächsten 12 Monate.
  • Analyse der Liquiditätszusammensetzung und Setzung kurzfristiger Working-Capital-Maßnahmen (Forderungseintreibungen, einheitliche Zahlungsziele bei Verbindlichkeiten, Feststellung möglicher Kreditlinien, etc.)
  • Strukturierung bestehender und künftiger Finanzierungen
  • Vorbereitung und Begleitung von Bankenterminen
  • Maßnahmen- und Liquiditätsmonitoring mit klarer Steuerungslogik (Reporting-Dash-Board)

 

Ergebnis: belastbarer Liquiditätsfahrplan, priorisierte Maßnahmenliste, abgestimmtes Reporting, nachhaltige Verbesserung der Liquidität und Vermeidung einer Zahlungsunfähigkeit (Insolvenzeröffnungsgrund) bzw. (drohender) Zahlungsstockungen. 

Ziel: Nachhaltige, positive Ertragslage des Unternehmens soll wiederhergestellt werden.

  • Analyse des Geschäftsmodells inkl. der Prozesse ein Kosten
  • Erarbeitung eines tauglichen operativen Restrukturierungskonzeptes
  • Etablierung von Kosten- und Effizienzprogrammen
  • Etablierung von Performance- und Steuerungsmodellen
  • Prognose der erzielbaren Effekte anhand der etablierten Maßnahmen (Langfristplanung)
  • Kontrolle etablierter Programme und Zusammenführung in ein einheitliches MIS (Reporting-Dash-Board)

 

Ergebnis: konkretes Maßnahmenprogramm mit Verantwortlichkeiten, Zeitplan und messbaren Effekten.

Ziel: Verifizierung oder Erarbeitung einer Fortbestehensprognose mit eindeutigen Aussagen über den weiteren Geschäftsverlauf.

  • Erstellung oder Verifizierung einer gesamten Fortbestehensprognose oder Teilen hiervon (Primärprognose, Sekundärprognose)
  • Plausibilisierung von Planungen und Maßnahmenwirkungen
  • Szenarioanalysen (Basis / Best Case / Stress Case)
  • Strukturierte Ableitung von Handlungsoptionen (inkl. Priorisierung und konkretem Maßnahmenkatalog)

 

Ergebnis: transparente Entscheidungsgrundlage für Unternehmen und Kreditgeber

Ziel: Strukturen und Prozesse vereinfachen, Komplexität reduzieren, Synergien heben.

  • Neuordnung von Geschäftsbereichen, Verantwortlichkeiten und Prozessen
  • Vorbereitung von weitreichenden Entscheidungen wie Teilbetriebsschließungen, Betriebsverlagerungen, Make-or-Buy Entscheidungen und Umstellungen von Geschäftsmodellen
  • Koordination und Abstimmung der betriebswirtschaftlichen, steuerlichen und organisatorischen Fragen

 

Ergebnis: Strukturierter Fahrplan für das künftige/adaptierte Geschäftsmodell

Ziel: Transaktionsfähigkeit für den Verkauf eines Unternehmens herstellen  

  • Screening des Geschäftsmodells / des Unternehmens.
  • Erarbeitung eines Maßnahmenkataloges für vorbereitende Verbesserungen
  • Durchsetzung und Überprüfung der Maßnahmen
  • Begleitung der M&A Transaktion (Suche von Käufer und strategischen Investoren, Abwicklung der Transaktion, beratende Begleitung des Verkaufs)
  • Unterstützung bei beschleunigten Transaktionsprozessen (Accelerated M&A)

Warum TPA als Restrukturierungsberater wählen

  • Österreichweit präsent: direkte Abstimmung vor Ort an einem der 15 Standorte in Österreich oder an einem der 34 Standorte in CEE
  • Umsetzungsfokus: nicht nur Konzept, sondern Steuerung und Fortschrittskontrolle
  • Interdisziplinär anschlussfähig: Restrukturierung berührt oft Finanzen, Steuern, Organisation – Schnittstellen werden mitgedacht
  • Pragmatisch in der Krise: priorisieren, vereinfachen, Wirkung messbar machen

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Wann Restrukturierung im Unternehmen relevant wird?

Eine Restrukturierung ist meist dann sinnvoll, wenn der Verlust der Handlungsfähigkeit droht und diese langfristig gesichert werden soll. Dies insbesondere noch zu einem Zeitpunkt, bevor Optionen eng werden.

Unternehmenskrisen verlaufen meist in sechs aufeinander aufbauenden Etappen. Je früher ein Unternehmen Warnsignale ernst nimmt und mit Restrukturierung bzw. Umstrukturierung gegensteuert, desto höher sind die Chancen auf erfolgreiche Sanierung und nachhaltige Stabilisierung. 

„Restrukturierung Consulting“: Grafik „Stadien der Unternehmenskrisen nach IDW S6“ mit 6 aufeinanderfolgenden Phasen: Stakeholderkrise → Strategiekrise → Produkt- & Absatzkrise → Erfolgskrise → Liquiditätskrise → Insolvenzreife. X-Achse: Ausprägung der Krisensymptome von schwach bis stark (nimmt nach rechts zu). Y-Achse: Handlungsspielraum von hoch nach niedrig (nimmt im Verlauf ab); die farbige Fläche steigt nach rechts an und zeigt steigende Krisenintensität bei sinkendem Handlungsspielraum.

1. Stakeholderkrise

In der Frühphase schlägt sich die Krise noch nicht in der Bilanz nieder, sondern zeigt sich in den Beziehungen zu zentralen Anspruchsgruppen (z. B. Kund:innen, Lieferant:innen, Banken, Mitarbeitende). Vertrauen geht verloren – oft wegen schwacher Kommunikation, fehlender Transparenz oder wiederholt enttäuschender Ergebnisse. Typische Folgen sind Imageschäden, stockende Lieferketten und steigende Finanzierungskosten. Hier kann Restrukturierungs-Consulting früh ansetzen, bevor die Situation eskaliert.

2. Srtategiekrise

Danach wird sichtbar, dass die langfristige Ausrichtung nicht mehr zum Markt passt. Eine klare Vision fehlt, Innovationen bleiben aus, technologische Entwicklungen werden zu spät aufgegriffen. Marktanteile gehen verloren, die Wettbewerbsfähigkeit sinkt, und Investor:innen verlieren weiter an Vertrauen. Eine Umstrukturierung des Unternehmens kann hier helfen, Strategie, Organisation und Prioritäten wieder zu schärfen.

3. Produkt- und Absatzkrise

In dieser Phase geraten Produkte oder Dienstleistungen ins Hintertreffen: Sie treffen Bedürfnisse nicht mehr, wirken überholt oder werden unzureichend positioniert. Die Konsequenzen sind Umsatzrückgänge, wachsende Lagerbestände und sinkende Margen. Oft ist eine Restrukturierung des Unternehmen nötig, um Portfolio, Vertrieb und Marktansprache konsequent neu auszurichten.

4. Erfolgskrise

Nun entstehen über längere Zeit Verluste. Hohe Kosten, ineffiziente Abläufe und unrentable Angebote drücken das Betriebsergebnis ins Negative. Die Ertragskraft erodiert, und Banken sowie Investor:innen werden zunehmend nervös. Spätestens hier ist ein Eingriff erforderlich, der die Kosten, Prozesse und Ergebnisquellen strukturiert verbessert.

5. Liquiditätskrise

In der fünften Stufe kann das Unternehmen kurzfristige Zahlungsverpflichtungen nicht mehr zuverlässig erfüllen. Häufige Treiber sind fehlende Liquiditätsplanung oder zu hohe Verschuldung. Das Vertrauen der Gläubiger sinkt rapide; es drohen Ausfälle bei Löhnen, Krediten oder Lieferanten. In dieser Lage steht oft die finanzielle Restrukturierung im Fokus – also Maßnahmen, die Zahlungsfähigkeit und Finanzierung wieder absichern.

6. Insolvenz

Am Ende steht die Insolvenz: Das Unternehmen ist zahlungsunfähig oder überschuldet und muss Insolvenz anmelden. Die vorherigen Phasen konnten nicht erfolgreich bewältigt werden; ein tragfähiger Sanierungspfad außerhalb des Verfahrens ist nicht mehr realistisch. Mögliche Folgen sind Liquidation, massiver Reputationsverlust und der Abbau von Arbeitsplätzen.

Restrukturierungen sollten möglichst früh ansetzen, um mögliche Handlungsspielräume optimal nutzen zu können.

Auslöser für Restrukturierung von Unternehmen

Typische Auslöser für Restrukturierung von Unternehmen sind beispielsweise:

  • Liquiditätsengpässe oder stark schwankender Cashflow, welcher immer wieder zu Zahlungsstockungen führt
  • Druck durch Banken und Kreditgeber, Nachbesicherungen zu gewähren.
  • Laufende Aufstockung von Kreditlinien zur laufenden Finanzierung des Geschäftsbetriebs.
  • Sinkende Margen, Auftragsrückgänge, sinkende Rentabilität des Geschäftsmodells
  • Hohe Bestände/Forderungen, hohes gebundenes Working Capital und stark eingeschränkte Disposition über freie Liquidität
  • Starke Abhängigkeit von bestimmten Schlüssellieferanten bzw. -kunden.

FAQ zu Restrukturierung & Restrukturierung Consulting

Restrukturierung umfasst Maßnahmen zur Stabilisierung und Verbesserung von Liquidität, Finanzierung und operativer Leistungsfähigkeit – mit dem Ziel, das Unternehmen wieder robust und zukunftsfähig aufzustellen.

Oft ist ein schneller Einstieg möglich. Entscheidend ist, dass kurzfristig Zahlen- und eine Liquiditätstransparenz hergestellt werden und Maßnahmen priorisiert werden. Beispielsweise zählt bei einer drohenden Zahlungsunfähigkeit jeder Tag.

Typisch sind: aktuelle Saldenlisten und Jahresabschlüsse, Offene-Posten-Listen sowie (wenn vorhanden) ein Bankenspiegel. Weiters ist der Liquiditätsstatus (vorhandene Liquidität zzgl. noch verfügbarer Kreditlinien sowie erwartete Eingänge) sehr hilfreich. Sofern vorhanden ist auch eine (mehr oder weniger konkrete) Planung oder ein Budget aufschlussreich. Eine Übersicht über die wesentlichen Verträge/Verpflichtungen sollte ebenso bereitgestellt werden.

Maßnahmen zur Stabilisierung der Liquidität und Finanzierung: Cash-Planung, Working Capital Analyse und Planung, Führung und Unterstützung bei Finanzierungsgesprächen, Optimierung der Finanzierungsstruktur und Sicherstellung der Liquidität im Unternehmen.

Nein. Restrukturierung kann auch präventiv sinnvoll sein, wenn Risiken sichtbar werden oder die Organisation/Finanzierung nicht mehr zum Geschäftsmodell passt.

Mit einer gemeinsamen Faktenbasis (Zahlen, Szenarien, Maßnahmenwirkungen) und einem strukturierten Kommunikations- und Reporting-Setup. Generell gilt: professionelle Transparenz gegenüber Kreditgebern ist in der Restrukturierung eines Unternehmens immer sinnvoll.

Unser Know-how rund um Restrukturierung & Umstrukturierung

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