Wichtige Werte der Lohnverrechnung 2019

11. Januar 2019

Unsere Lohnverrechnungs-Experten haben für Sie die wichtigsten Werte zusammengefasst, damit Sie auch 2019 auf dem neuesten Stand sind.

1. Beiträge und Geringfügigkeitsgrenze 2019

Wie hoch ist die Geringfügigkeitsgrenze ab 1.1.2019 in Österreich? Um wieviel sind die Höchstbeitragsgrundlagen gestiegen? Hier finden Sie alle akuellen Werte der Lohnverrechnung für 2019:

  • Höchstbeitragsgrundlage pro Monat (ASVG)
    Euro 5.220,00 (2018: 5.130,00)
  • Höchstbeitragsgrundlage pro Monat (GSVG)
    Euro 6.090,00 (2018: 5.985,00)
  • Geringfügigkeitsgrenze pro Monat (ASVG)
    Euro 446,81
    (2018: 438,05)
  • Unfallversicherungsbeitrag (ASVG)
    1,2% (2018: 1,3%)
  • Reduktion des DZ (Wirtschaftskammerbeitrag)
    idR – 0,02; Tirol/Salzburg: – 0,03; Steiermark: – 0,04

2. Ausgleichstaxe erhöht

Österreichische Unternehmen, die 25 Dienstnehmer oder mehr haben, müssen einen sogenannten begünstigten behinderten Dienstnehmer (mit einem Behinderungsgrad von mindestens 50 %) einstellen. Tun sie das nicht, so wird eine Ausgleichstaxe fällig.

Ab 2018 sind das folgende Beträge pro Monat und pro behindertem Dienstnehmer, der einzustellen wäre:

  • Dienstgeber mit 25 bis 99 Dienstnehmern
    262 Euro (2018: 257)
  • Dienstgeber mit 100 bis 399 Dienstnehmern
    368 Euro (2018: 361)
  • Dienstgeber mit 400 und mehr Dienstnehmern
    391 Euro (2018: 383)

3. Auflösungsabgabe steigt

Die Auflösungsabgabe 2019 bei „schädlicher“ Beendigung des Dienstverhältnisses beträgt 131 Euro (2018: 128 Euro). Für Dienstverhältnisse, die der BUAK (Bauarbeiter-Urlaubs- und Abfertigungs-Kasse) unterliegen, ist auch weiterhin keine Auflösungsabgabe zu leisten.

4. Beitragssatz Arbeitslosenversicherung für Arbeitnehmer bei niedrigem Einkommen

Die Höhe des Dienstnehmeranteiles zur Arbeitslosenversicherung beträgt 3 %.

Für Arbeitnehmer mit niedrigem Einkommen gilt folgende Staffelung (Werte 2019):

  • bis 1.681,00 Euro: 0 %
  • über 1.681,00 Euro bis 1.834,00 Euro: 1 %
  • über 1.834,00 Euro bis 1.987,00 Euro: 2 %
  • über 1.987,00 Euro: 3 %

Auszahlungen von Sonderzahlungen

Es ist zulässig, die Auszahlung von Sonderzahlungen von zwei auf vier Termine zu ändern (also 4 x 50 % statt bisher 2 x 100 %). Dadurch erhalten alle Dienstnehmer mit einem Bruttomonatslohn von bis zu 3.974,00 Euro mehr Nettolohn.

Eine missbräuchliche  Konstruktion liegt unseres Erachtens schon deswegen nicht vor, weil diese Art der Auszahlung bei Beamten gesetzlich vorgesehen ist und zu einer Glättung der Liquidität führt – somit sachliche Gründe für die Auszahlung in vier Teilbeträgen vorliegen.

 

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