Zuverdienst-Grenzen 2018 in Österreich

20. März 2018

Welche Grenzen gelten für Zuverdienste, wenn man staatliche Beihilfen oder Pensionsbezüge erhält?

1. Familienbeihilfe für Studierende: Zuverdienst-Grenzen 2018

Erhalten Eltern für ihre studierenden Kinder noch die Familienbeihilfe, dann kann ein zu hohes eigenes Einkommen des Studenten dazu führen, dass die Familienbeihilfe wegfällt.

Pro Kalenderjahr darf das Einkommen (insbesondere nach Abzug von Betriebsausgaben bzw. Werbungskosten) EUR 10.000 nicht überschreiten, dann droht kein Verlust der Familienbeihilfe. Übersteigt das steuerpflichtige Einkommen des Studierenden diese Grenze, so ist nur jener Teil an Familienbeihilfe an das Finanzamt zurückzuerstatten, der über dem Betrag von EUR 10.000 liegt (Einschleifregelung).

2. Zuverdienst-Grenzen 2018: Kinderbetreuungsgeld

Bezieht ein Elternteil nach der Geburt des Kindes das Kinderbetreuungsgeld, so gibt es je nach gewählter Bezugsvariante unterschiedliche Zuverdienstgrenzen. Bei den pauschalen Varianten gilt eine Zuverdienstgrenze pro Kalenderjahr von mind. EUR 16.200 bzw. 60 % der Einkünfte im letzten Kalenderjahr vor der Geburt; bei der Variante einkommensabhängiges Kinderbetreuungsgeld liegt die Zuverdienstgrenze bei nur EUR 6.800.

Als Zuverdienst werden nur so genannte Erwerbseinkünfte aus nichtselbständiger oder selbständiger Tätigkeit oder Land- und Forstwirtschaft betrachtet. So genannte außerbetriebliche Einkünfte wie zB Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung fallen nicht darunter.

Wichtig ist, dass es sich jeweils um die Zuverdienstgrenze pro Kalenderjahr handelt. Wird nur für einen Teil des Kalenderjahres Kinderbetreuungsgeld bezogen, so wird der während dieser Zeit erzielte Zuverdienst mittels einer bestimmten Formel auf einen Jahresbetrag hochgerechnet und geprüft, ob so die Zuverdienstgrenze unterschritten wurde.

3. Zuverdienst-Grenzen bei Pension und Einkommen

Ist eine Person in vorzeitiger Alterspension (derzeit Frauen vor 60 und Männer vor 65 Jahren), dann kann ein parallel bezogenes Erwerbseinkommen, das über der Geringfügigkeitsgrenze liegt (Wert 2018: EUR 438,05 monatlich), zum gänzlichen Entfall der vorzeitigen Alterspension führen. Auch jede Pensionsversicherungspflicht – unabhängig von der Höhe des tatsächlichen Einkommens (zB auf Grund eines aufrechten Gewerbescheins) – führt zu einem Entfall.

3.1 Invaliditäts- bzw. Berufsunfähigkeitspension

Bei Bezug einer Invaliditäts- bzw. Berufsunfähigkeitspension kommt es – abhängig vom tatsächlichen Einkommen – nur zu einem teilweisen Entfall.

3.2 Normale Alterspension

Wird eine normale Alterspension bezogen (ab Vollendung des 65. Lebens-jahres bei Männern bzw. des 60. Lebensjahres bei Frauen), bestehen keine Zuverdienstgrenzen. Eine vorzeitige Alterspension geht automatisch in eine normale Alterspension über, sobald das Regelpensionsalter erreicht ist – ab diesem Zeitpunkt bestehen keinerlei Zuverdienstgrenzen.

Achtung: Bei Erwerbseinkommen über der Geringfügigkeitsgrenze sind wieder Beiträge in die Kranken- und Pensionsversicherung zu leisten.

4. Wann entfällt das Arbeitslosengeld?

Das Arbeitslosengeld entfällt gänzlich, wenn aus einer Beschäftigung ein Entgelt über der Geringfügigkeitsgrenze von EUR 438,05 monatlich (Wert 2018) erzielt wird. Bei tageweiser Beschäftigung gelten Sonderregelungen.

Haben Sie noch Fragen zur Lohnverrechnung oder zu den aktuellen Zuverdienstgrenzen?

TPA News Zuverdienst-Grenzen 2018

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