Rumänien: Steuer Update 2017

9. März 2017

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In Rumänien sind mit 2017 einige Änderungen der Abgabenordnung in Kraft getreten:

Neues im Bereich Körperschaftsteuer

  • Die Anwendung der Steuerbefreiung von reinvestierten Gewinnen wurde auf unbestimmte Dauer verlängert (laut früheren Bestimmungen hätte dieser Anreiz mit Wirkung 31. Dezember 2016 geendet). Außerdem können Steuerpflichtige nun im Zuge der Anschaffung von Softwarerechten von diesem Steueranreiz profitieren.
  • Mit Jänner 2017 wurde eine Körperschaftsteuerbefreiung für Steuerpflichtige eingeführt, die ausschließlich in den Bereichen Innovation, Forschung und Entwicklung tätig sind. Diese Steuerbefreiung gilt während der ersten zehn Jahre der Tätigkeit bei neu gegründeten Unternehmen bzw. für die folgenden zehn Jahre bei bereits gegründeten Steuerpflichtigen.

Neues im Bereich Umsatzsteuer in Rumänien

  • Der Normalsteuersatz der Umsatzsteuer wird von 20 % auf 19 % gesenkt.
  • Seit Jänner 2017 sind Steuerpflichtige, die innergemeinschaftliche Transaktionen durchführen, nicht mehr verpflichtet, sich beim Register der innergemeinschaftlichen Marktteilnehmer zu registrieren.

Neues bei der Einkommen- und Ertragsteuer für Kleinstunternehmen

  • Die Einkommensgrenze, unter der eine juristische Person das für Kleinstunternehmen geltende Steuersystem anzuwenden hat, wurde von EUR 100.000 auf rund EUR 500.000 (Gegenwert in RON) angehoben. Alle sonstigen Bedingungen, die die Anwendung des für Kleinstunternehmen geltenden Steuersystems betreffen, bleiben unverändert.
  • Jeder rumänische Rechtsträger (neu gegründetes oder bestehendes Kleinstunternehmen), der über ein Kapital von mindestens RON 45.000 verfügt, kann sich dafür entscheiden, Körperschaftsteuerzahler zu werden. Davor konnten nur neu gegründete Unternehmen mit einem Kapital von mindestens EUR 25.000 diese Option ausüben.

Neues bei Sozialversicherungsbeiträgen

  • Seit 1. Jänner 2017 ist ein Krankenversicherungsbeitrag von 5,5 % auf Kapitaleinkommen (Kapitalerträge, Zinsen, Dividenden) zu entrichten. Die Steuerbemessungsgrundlage ist jedoch mit fünf durchschnittlichen Bruttogehältern gedeckelt. Dieser Beitrag wird zusätzlich zur bereits anwendbaren Einkommensteuer von 5 % fällig, sofern der Einkommensbezieher kein Einkommen in Form von Gehältern, Pensionen, aus freiberuflichen Tätigkeiten etc. bezieht.
  • Für Gehälter, die ab Februar 2017 bezogen werden, entfällt die Deckelung für den monatlichen Pensionsbeitrag (zahlbar sowohl vom Arbeitgeber als auch den Arbeitnehmern) und den monatlichen Krankenversicherungsbeitrag (zahlbar von den Arbeitnehmern) diente.

Steuer auf Sonderbauten abgeschafft

  • Die Steuer auf Sonderbauten (1 % bei Bauten, die nicht Gebäude sind) wurde mit 1. Jänner 2017 abgeschafft.

 

Informieren Sie sich auch über die wichtigsten aktuellen steuerlichen Neuerungen in folgenden Ländern, in denen die TPA Gruppe vertreten ist: Albanien, Bulgarien, Kroatien, Polen, Österreich, Rumänien, Serbien, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn. Steuernews aus 11 Ländern

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