Österreich: Steuer Update 2017

9. März 2017

TPA STeuerberatung Wien gloriett schönbrunn

In Österreich traten mit Jahresbeginn 2017 weit weniger Änderungen in Kraft als im Jahr zuvor. Dennoch sind einige wesentliche Neuerungen zu beachten:

Sicherheitseinrichtung für Registrierkassen

Bereits im Jahr 2016 wurde in Österreich die Registrierkassenpflicht für Betriebe eingeführt (bei Überschreitung bestimmter Werte).

Spätestens ab 01.04.2017 müssen Registrierkassen jedoch mit einer ordnungsgemäß eingerichteten Sicherheitseinrichtung ausgestattet sein. Sie besteht aus einer Signatur- und Siegelerstellungseinheit und einem Signatur- und Siegelzertifikat, die mit der Registrierkasse verbunden sind. Weiters sind die Registrierkassen bei der Finanzverwaltung über Finanzonline anzumelden.

Lohn- und Sozialdumping-Bekämpfungsgesetz neu geregelt

Schon bisher war einem (nach Österreich entsendeten ausländischen) Dienstnehmer ein nach österreichischem Regelungen angemessenes Entgelt zu gewähren. Mit Wirkung 1. Jänner 2017 wurde dieses Gesetz in Österreich neu geregelt.

  • §  Es wurden weitere Ausnahmen von der Anwendung dieses Gesetzes geschaffen (zB auch bei bestimmten Entsendungen im Konzern oder im Rahmen von internationalen Aus- und Weiterbildungs- oder Forschungsprogrammen).
  • Die Meldung bei der Zentralen Koordinationsstelle (ZKO) muss nicht mehr spätestens eine Woche vor Arbeitsaufnahme erfolgen, sondern nur mehr „vor der jeweiligen Arbeitsaufnahme“.
  • Die Lohnunterlagen sind grundsätzlich immer am Arbeitsort bereitzuhalten.
  • Bei Nichteinhaltung des LSD-BG drohen Strafen bis zu 50.000 Euro pro Arbeitnehmer und pro Verstoß.

TPA Tipp zum Lohn- und Sozialdumping-Gesetz in Österreich

Um bei Kontrollen keine der Melde- und Dokumentationsvorschriften zu verletzen und damit erhebliche Geldstrafen zu riskieren, kontaktieren Sie einen Lohn- und Entsendungsexperten und lesen Sie hier alles über die Bestimmungen des LSD-BG ab 1.1.2017

Achtung bei Entsendungen nach Österreich: Das Lohndumpinggesetz bringt auch massive Änderungen für entsendete Mitarbeiter (Expats) in Österreich. Bei Verstößen gegen die Vorschriften, die bei Entsendungen einzuhalten sind, drohen hohe Strafen: TPA Steuerberater Wolfgang Höfle hat alle wichtigen Änderungen zu Entsendungen nach Österreich zusammengefasst.

Förderung der E-Mobilität und Investitionszuwachsprämie

Die Anschaffung von Elektro-Fahrzeugen, Ladeinfrastruktur etc. soll ab 2017 durch direkte Zuschüsse gefördert werden.

Kleinst-/Kleinunternehmen und mittlere Unternehmen bis zu 250 MitarbeiterInnen werden unter bestimmten Voraussetzungen mit einer Investitionszuwachsprämie von bis zu 15 % des Investitionszuwachses gefördert. Wichtig ist, dass die Einreichung des Antrages auf Förderung vor Durchführungsbeginn des Projektes erfolgen muss.

Großunternehmen ab 250 MitarbeiterInnen werden unter bestimmten Voraussetzungen mit einer Investitionszuwachsprämie von bis zu 10 % des Investitionszuwachses gefördert.

TPA Tipp zu Förderungen für Unternehmer in Österreich

Bei den Förderungen gilt infolge des begrenzten Budgets das sog. „Windhundprinzip“. Die schnellsten werden gefördert.

Neues Verrechnungspreisdokumentationsgesetz

In Österreich ist hinsichtlich des neuen Verrechnungspreisdokumentationsgesetzes zu beachten, dass neben dem Country-by-Country Reporting unter bestimmten Voraussetzungen auch eine Verpflichtung zur Erstellung eines Master Files und eines Local Files vorgesehen ist. Je nach Umsatz des Konzerns bzw. der jeweiligen Geschäftseinheit ergeben sich entsprechende Dokumentationsvorschriften.

Informieren Sie sich auch über die wichtigsten aktuellen steuerlichen Neuerungen in folgenden Ländern, in denen die TPA Gruppe vertreten ist: Albanien, Bulgarien, Kroatien, Polen, Österreich, Rumänien, Serbien, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn. Steuernews aus 11 Ländern

 

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