OECD: Aktuelle Updates zum Country-by-Country Reporting

9. Oktober 2017

Mitarbeitereinsatz, Ausland, Betriebstätte

Konzerne mit Konzernumsatz über EUR 750 Mio sind für Geschäftsjahre ab 2016 verpflichtet, ein steuerliches Country-by-Country Reporting (CbC Reporting) zu erstellen. In Österreich ist diese Verpflichtung im Verrechnungspreisdokumentationsgesetz (VPDG) geregelt. Die Reportingpflicht trifft auch kleine österreichische Einheiten von ausländischen Konzernen.

OECD – Inhaltliche Klarstellungen

Die OECD hat kürzlich einige Klarstellungen zur Implementierung des CbC Reportings veröffentlicht, hier die wesentlichen Punkte:

  • Kein Einbezug von at equity konsolidierten Geschäftseinheiten.
  • Quotenkonsolidierte Geschäftseinheiten können zur Beurteilung der Umsatzgrenze von EUR 750 Mio sowie auch im CbC Reporting lediglich aliquot berücksichtigt werden.
  • Die im Reporting dargestellten Finanzkennzahlen müssen pro Land aggregiert – und nicht konsolidiert – dargestellt werden.
  • Bei der Kennzahl „Umsätze/Revenues“ sind sämtliche Erträge zu aggregieren, sofern diese in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen werden. Dies bedeutet, dass auch Veräußerungsgewinne, nicht realisierte Gewinne, Zinserträge und außerordentliche Erträge zusammengefasst unter den „Umsätzen“ auszuweisen sind.

 

Österreich – BMF veröffentlicht technische Umsetzungsdetails

Country-by-Country Reporting in Österreich

Das österreichische Finanzministerium (BMF) hat Anfang September 2017 technische Details zur elektronischen Einreichung der CbC Reports veröffentlicht. Eine testweise Einreichmöglichkeit für Unternehmen wird im September 2017 in FinanzOnline eingerichtet. Die tatsächliche Einreichung der Reports wird ab November 2017 möglich sein.

Tschechien: Meldepflicht für Wirtschaftsjahre, die vor 31. Oktober 2017 enden

Country-by-Country Reporting in Tschechien

Tschechien hat nunmehr relativ spät auch eine Meldepflicht für lokale Geschäftseinheiten eingeführt, die zu einem Konzern gehören, die unter das CbC Reporting fallen. Tschechische Geschäftseinheiten müssen bis 31. Oktober 2017 eine elektronische Meldung vornehmen, in der die Identität der reportenden Geschäftseinheit offengelegt wird.

Mehr News über Country-by-Country Reporting:

tpa_newsletter_oktober_2017.pdf
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