Albanien: Steuer Update 2017

9. März 2017

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Im Einkommen- und Umsatzsteuergesetz hat Albanien 2017 mehrere Änderungen beschlossen.

Regelungen bezüglich unzureichender Kapitalausstattung

Im Fall von Darlehen, die von verbundenen Unternehmen gewährt werden, stellen ab 01.01.2018 Nettozinsen, die über 30 % des Gewinns vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) liegen, einen nicht abzugsfähigen Aufwand dar. Diese nicht abzugsfähigen Zinsen werden vorgetragen und können in den Folgejahren abgezogen werden, bis eine Übertragung von mehr als 50 % der Anteile oder Stimmrechte der Gesellschaft erreicht ist. Ausgenommen von dieser Regelung sind Banken, Versicherungsunternehmen, andere Finanzinstitute sowie Finanzierungsleasinggesellschaften.

Abzugsfähige Aufwendungen von Banken

Aufwendungen, die Banken für jährliche und außerordentliche Beiträge entstehen (gemäß dem Gesetz 133/2016 vom 22.12.2016 „bezüglich Bankensanierung und außerordentliche Intervention der Republik Albanien“), gelten im Rahmen der Ermittlung des steuerpflichtigen Ergebnisses als abzugsfähig. Diese Bestimmung trat im Jänner 2017 in Albanien in Kraft.

Neue Bestimmungen im Umsatzsteuergesetz

Neu geregelt wurde die Möglichkeit, bei der Lieferung von Gebäuden oder von Gebäudeteilen auf Umsatzsteuerpflicht zu optieren. Seit 11.01.2017 können Unternehmer bei der Lieferung von Gebäuden oder Gebäudeteilen wählen, ob diese umsatzsteuerpflichtig (20 %) oder umsatzsteuerfrei behandelt werden. Diese Option ist begrenzt und kann von Unternehmern, die Wohnungen, Gebäude oder Einrichtungen für Wohnzwecke verkaufen, nicht ausgeübt werden, wenn der Käufer eine Privatperson ist. Um diese Regelung anzuwenden, muss der Unternehmer einen Antrag bei den Steuerbehörden stellen und bestimmte Modalitäten befolgen.

Sonstige Änderungen in Albanien 2017

Zusätzlich zu den Änderungen im Einkommensteuergesetz und im Umsatzsteuergesetz gibt es weitere Änderungen bei den lokalen Steuern, der Verbrauchsteuer und dem Zolltarifgesetz.

 

Informieren Sie sich auch über die wichtigsten aktuellen steuerlichen Neuerungen in folgenden Ländern, in denen die TPA Gruppe vertreten ist: Bulgarien, Kroatien, Polen, Österreich, Rumänien, Serbien, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn. Steuernews aus 11 Ländern

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